
Bildrechte / Quelle: Evangelische Landeskirche Anhalts
Grußwort von Bischof FeigeWolkenhauer neuer Kirchenpräsident der Ev. Landeskirche Anhalts
Karsten Wolkenhauer ist der neue Kirchenpräsident der Evangelischen Landeskirche Anhalts. Bei seiner Amtseinführung sprach Bischof Feige ein Grußwort und betonte die Gemeinsamkeit beider Kirchen.
Erscheinungsdatum: 1. April 2025
Der Kirchenpräsident der Evangelischen Landeskirche Anhalts, Karsten Wolkenhauer, ist am Samstag, dem 29. März 2025, feierlich in sein Amt eingeführt worden. Zum Festgottesdienst in der Jakobskirche in Köthen waren mehr als 300 Gäste aus ganz Deutschland gekommen.
Bischof Gerhard Feige gratulierte Wolkenhauer und sprach ein Grußwort: „Ich freue mich, in Ihnen einen ebenso ökumenisch aufgeschlossenen Mitbruder begrüßen zu können. Wir sitzen ja in diesem Land wirklich in einem Boot“, sagte der Bischof. „Die Nöte der Menschen in unserer Gesellschaft liegen vor Augen. Sie fordern uns dazu heraus, gemeinsam nach Lösungen zu suchen und gemeinsam Zeugnis abzulegen.“ In einer Situation, in der christlicher Glaube längst nicht mehr selbstverständlich sei, komme dem Umgang unserer Kirchen miteinander sowie ihrem gemeinsamen Auftreten eine besondere Bedeutung für ihre Glaubwürdigkeit und ihre Verkündigung zu, so Feige. „So, wie ich Sie, lieber Bruder Wolkenhauer, bisher schon erlebt habe, bin ich mir sicher, dass unser ökumenisches Miteinander auch weiterhin ein mitteldeutsches Qualitätsmerkmal bleiben wird“, sagte der Bischof.
„Nah bei den Menschen sein“
Karsten Wolkenhauer sprach im Gottesdienst über die Bedeutung von Gemeinschaft: „Es ist richtig, nah bei den Menschen zu sein und sie zu begleiten, wie sie eben sind, die Menschen und die Umstände. Und es ist gleichzeitig richtig, sich nicht zufrieden zu geben mit der Welt, wie Menschen sie gemacht haben - mit der Politik, dem Zustand der Umwelt, der Ungerechtigkeit von arm und reich, mit Hate speech und alternativen Wahrheiten.“
Mit Blick auf die Weltpolitik führte Wolkenhauer aus: „Es ist richtig, dass wir politisch nicht viel allein bewegen können, weil wir in größeren Zusammenhängen eingebunden sind - und in Washington, Moskau, Brüssel, Berlin Weichen gestellt werden. Es ist richtig, dass viele Menschen in unserem Bundesland das Gefühl haben, nicht gesehen, nicht gehört, in ihrer Lebensleistung nicht gewürdigt zu werden und fremdbestimmt zu werden. Es ist richtig, dass wir als Kirche rechnen müssen und dass die Ressourcen zu wenig und die Menschen erschöpft sind, und dass das kirchliche Leben an manchen Ort ein Wettlauf gegen die Zeit und die Zahlen geworden ist. Zugleich ist wahr, dass Anfangen alles ist, immer wieder, dass jeder Schritt zählt, dass jedes Lächeln und jedes zurückgenommene böse Wort einen Unterschied macht.“
Karsten Wolkenhauer war am 7. Dezember 2024 von der Synode der Evangelischen Landeskirche Anhalts zum Kirchenpräsidenten gewählt worden. Er hatte sich gegen zwei Mitbewerber durchgesetzt und ist damit Nachfolger von Joachim Liebig, der von 2009 bis 2024 Kirchenpräsident war. Er war beim Festgottesdienst gewürdigt und verabschiedet worden. Seinen Dienst hatte Karsten Wolkenhauer am 1. Februar 2025 angetreten.
Quelle: Bistum Magdeburg, Pressestelle, presse@bistum-magdeburg.de, 0391-5961134